„Schwätze und Sprooche“ beim OGV Hüttigweiler 2024

 

 

Einweihung der Verzy-Lounge als Zeichen der Freundschaft mit Projektbesuch der Ministerin

 

 

Bei der monatlichen Veranstaltungsreihe des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) „Schwätze unn Sprooche“ wurde eine „Verzy Lounge“ am Standort der Kelter Neunkircher Straße/Jakobstraße eingeweiht. Symbolisch pflanzten Petra Berg, die Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Evi Vogtel, eine Weinrebe aus Verzy in ein Beet vor dem alten Keltergebäude ein. Die Pflanze wird zu einer neu eingerichteten Sitzecke gelenkt.

 

 

Der Vorsitzende des Vereins, Martin Strauß, stellte heraus, dass diese Einweihung ein Zeichen der Verbundenheit zu dem Dorf Verzy in der Champagne sein soll, zu dem Hüttigweiler schon seit 40 Jahren eine Partnerschaft pflege. Dass der OGV eine Verzy-Lounge bauen konnte, verdanke der Verein der Leader-Region SaarMitte, die den Förderantrag positiv beschieden hätte. „Wir als Verein wollen Akzente in der Dorfverschönerung setzen, Impulse für die Dorfgemeinschaft geben, indem wir solche Veranstaltungen wie Schwätze unn Sprooche durchführen.

 

 

Es ist aber auch ein Ort der Erinnerung an besondere Begegnungen“, sagte Strauß und verwies auf eine große Eiche, die 1987 die Turner vom Turnfest in Berlin als kleine Pflanze mitgebracht hätten. „Auch der Rebstock, den wir heute pflanzen, soll zukünftig an die 40jährige deutsch-französische Freundschaft erinnern.“ Den Rebstock spendierte Günther Kunz vom Partnerschaftsverein Hüttigweiler-Verzy. Die Ministerin informierte ausführlich über das Projekt „Leader-Region“ und die Fördermöglichkeiten und freute sich, dass ein solches Förderprojekt erfolgreich in die Tat umgesetzt wurde.

 

 

Die Mitglieder des OGV haben nicht nur eine Verzy-Lounge eingerichtet, sondern das komplette Umfeld der Kelter mit vielen ehrenamtlichen Helfern umgestaltet. Petra Berg betonte, dass es dem Land am Herzen liege, Vereine zu stärken. Wichtig sind für sie auch persönliche Gespräche, die in der heutigen digitalisierten Welt oft verloren gingen. „Persönliche Gespräche jenseits von WhatsApp & Co. sind nicht zu ersetzen“, so die Ministerin. Weiter verwies sie auf die enorme Bedeutung des Ehrenamtes und erinnerte an das Hochwasser an Pfingsten. „Das alles wäre ohne die ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer nicht zu stemmen gewesen. Das Saarland hat diese Krise vorbildlich gemeistert. Darauf können wir im Saarland stolz sein.“ Ortsvorsteher Guido Jost resümierte insgesamt vier Bürgerprojekte, die bisher erfolgreich durchgeführt wurden und zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Bürgerprojekt nicht das letzte war, das von den Bürgern in Angriff genommen wurde. „Solche Projekte zeichnen sich aus, weil wir das Geld für das Material bekommen.“ Auch Strauß freute sich über die Zuwendung, die es dem Verein ermöglichte, die Umgestaltung der Kelteranlage in Angriff zu nehmen, und somit einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Zur Feier des Tages wurde den zahlreichen Gästen Champagner aus Verzy gereicht.